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Arnold Preuß ist Leiter des Theaters am Meer, Vorsitzender und Präsident des Bühnenbundes.    WZ-Foto:    Lübbe
Arnold Preuß ist Leiter des Theaters am Meer, Vorsitzender und Präsident des Bühnenbundes. WZ-Foto: Lübbe

11.10.19

"Ich bin ein hoffnungsloser Optimist"

Der Standort des "Theaters am Meer" in der Kieler Straße feiert diese Spielzeit Jubiläum. Leiter Arnold Preuß verrät, ob die plattdeutsche Sprache seiner Meinung nach noch eine Zukunft hat.

 

Von Juliane Minow

WZ: Herr Preuß, seit wann gibt es das Theater am Meer in Wilhelmshaven?

Arnold Preuß: Genau seit dem 28. September 1932.

WZ: Wie und warum ist es entstanden?

Preuß: Aus dem Heimatverein „Die Boje“.

Damals wurden ein Seebade-, ein Heimat- und ein Verkehrsverein gegründet. Aus dem Teil des Heimatvereins, der sich später „Die Boje“ nannte, haben sich die Plattdeutsch-Spielen-Wollenden verabschiedet, um die Niederdeutsche Bühne „Rüstringen“ zu gründen. Und: Das Ganze war eine überregionale Bewegung im gesamten norddeutschen Bereich. Die meisten Niederdeutschen Bühnen wurden in den 1920er Jahren aus dem Bedürfnis heraus gegründet, einen Gegenpol zum ständischen, hochdeutschen Theater zu schaffen. Die Bevölkerung hatte teilweise Probleme, die Stücke zu verstehen und wollte Theater in ihrer Sprache.

WZ: Woher kommt das Vorurteil, dass Niederdeutsche Bühnen eher Unterhaltungstheater als ernstes Theater bieten?

Preuß: Tatsächlich war es so, dass das Theater am Meer in Wilhelmshaven schon früh mehr ernstes Theater als Unterhaltungstheater gespielt hat. Grundsätzlich aber kommt das daher, dass andere Bühnen aus profitableren Gründen eher unterhaltende Stücke gespielt haben und sie ungefähr ab den 50er Jahren auch im Fernsehen übertragen wurden. Da ging es eben auch schon um Einschaltquoten. Aber letztlich ist Niederdeutsch nur eine Sprache, mit der man alles machen kann - ernst und humorvoll.

WZ: Wie ist es nach der Gründung mit dem Theater am Meer weitergegangen? Was ist im Nationalsozialismus passiert?

Preuß: Das Theater war schon in den ersten Jahren ziemlich erfolgreich und hat mit seinen Freilichtaufführungen teilweise 35.000 Menschen erreicht. 1939 wurde der Betrieb eingestellt. Nach dem Krieg, ungefähr 48/49, setzten sich die einstigen Gründer dafür ein, dass das Theater wieder auflebt.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der „Wilhelmshavener Zeitung“ von Freitag, 11. Oktober 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.

 

 



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