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Vor vier Jahren kam  Ghaydaa Hassoun von Syrien nach Deutschland. Seit April ist sie Anleiterin der Nähwerkstatt in Schortens.  WZ-Foto:    Lübbe
Vor vier Jahren kam Ghaydaa Hassoun von Syrien nach Deutschland. Seit April ist sie Anleiterin der Nähwerkstatt in Schortens. WZ-Foto: Lübbe

11.10.19

Von Damaskus nach Jever

Ghaydaa Hassoun ist Anleiterin der Nähverkstatt in Schortens. In Syrien war die 39-Jährige Arabischlehrerin am Gymnasium. 2015 kam sie nach Jever und fühlt sich hier seitdem pudelwohl.

 

Von Lisa Dean

Jever/Schortens - Es gibt mehr als eine passende Bezeichnung, die auf Ghaydaa Hassoun zutrifft: Starke Frau ist so eine, oder auch Powerfrau, ein Beispiel für gelungene Integration eine weitere.

Die 39-Jährige kam vor vier Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland, ohne Wohnung, ohne einen Job, konnte damals kaum Deutsch, wie so viele Flüchtlinge mit ihr.

Seitdem hat sich viel getan. Ihre Sprachkenntnisse sind mittlerweile auf B2 Niveau. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Jever und hat sich in die Stadt verliebt. Und sie hat eine Arbeit gefunden. Sie ist Anleiterin in der Nähwerkstatt in den Räumen des Möbeldienstes der Diakonie in Schortens. Die teilnehmenden Frauen kommen durch das Jobcenter zur Werkstatt. Seit diesem April läuft das Angebot (die WZ berichtete).

Ursprünglich stammen Ghaydaa Hassoun und ihre Familie aus Syrien. An der Universität von Damaskus hat die 39-Jährige Arabische Literatur studiert. Danach war sie 15 Jahre lang als Arabischlehrerin am Gymnasium und hat Kindern ab der siebten Klasse die Sprache näher gebracht. Sie und ihr Mann wollten in Syrien bleiben - trotz des Bürgerkrieges, der seit 2011 in dem Land herrscht. „Wir hätten nie gedacht, dass wir Syrien verlassen müssen“, sagt Hassoun. „Wir haben gesagt, wir bleiben in unserer Heimat.“ Doch es wurde immer schwerer für die beiden diese Meinung beizubehalten: Das Auto der Familie explodiert, dann wird Ghaydaa Hassouns Mann entführt, kann jedoch zurückkommen und schließlich explodiert auch ihr Haus. Die 39-Jährige trägt eine Narbe am Mundwinkel davon.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der „Wilhelmshavener Zeitung“ von Freitag, 11. Oktober 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.

 

 



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