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Ein Gerät, viele Verwendungen: Das Dell Latitude 7285.    Foto:    Hersteller
Ein Gerät, viele Verwendungen: Das Dell Latitude 7285. Foto: Hersteller

13.03.18

Dell Latitude 7285 im Test: Ein solider Allrounder

Das Dell Latitude 7285 richtet sich vor allem an den geschäftlichen Nutzer. Wir haben das 2-in-1-Gerät getestet.

 

Von Malte Kirchner

Wilhelmshaven - Wir mussten im Test nicht lange warten, bis das Dell Latitude 7285 seinen größten Fan gefunden hatte: Die dreijährige Tochter sah den Eingabestift, den Dell Active Pen, und die SketchBook App von Autodesk - und schon trat zumindest zeitweise an die Stelle des gedruckten Peppa-Wutz-Malbuches der 1667 Euro teure Dell-Convertible, um farbenfrohe Bilder zu malen.

Wer kann es ihr verdenken: Das leuchtstarke 3K-Display besticht mit satten Farben. Die Eingaben mit dem Stift auf dem Bildschirm erscheinen prompt auf dem Display, wenngleich verglichen mit dem Apple Pencil auf einem iPad Pro eine gewisse Latenz zwischen Bewegung und Anzeige zu sein scheint - vielleicht liegt es auch nur an dem dynamisch sich mitbewegenden Punkt, der etwas nachzieht und damit den Eindruck erweckt, das Malen auf dem Schirm sei nicht ganz synchron.

Das Dell-Gerät ist als Convertible eine 2-in-1-Lösung. Es besteht aus einer Tastatureinheit und einem Tablet. Das Tablet kann losgelöst verwendet werden oder mit der Tastatur zusammengesteckt werden - dann ist es ein vollwertiges Notebook. Zusammen mit Windows als Betriebssystem dürfte diese Mischung gerade im Geschäftskundenbereich viel Anklang finden - Convertibles haben dort zweifellos ihre Zielgruppe: Sei es, um den Arbeitsrechner rasch zum Notizblock für ein Meeting umzubauen. Oder im Kundengeschäft, um etwa mit dem Notebook ein Formular vorzubereiten, um es dann als Tablet dem Kunden zum Kontrollieren und Unterschreiben zu reichen.

Dell bewirbt das Gerät zudem als flachste und leichteste Windows-basierte Lösung. Das Display ist mit 12 Zoll groß genug zum Arbeiten und bei alledem wiegt es unter ein Kilogramm, was als Markierung bekanntlich gemeinhin zur gefühlten Grenze für Schwere und Leichtigkeit geworden ist.

Viel wichtiger ist jedoch, wie Dell diesen Convertible realisiert hat: Viele Lösungen kranken daran, dass sie als Notebook nur schwerlich als vollwertig bezeichnet werden können, da die Verbindung zwischen Tastatur und Bildschirm wackelig, de facto also nicht auf dem Schoß zu verwenden ist. Anders das Latitude: Die Magnethalterung schnappt kraftvoll zu und das Gerät ist als Notebook eben so wie man sich ein Notebook vorstellt.

Als besonderes Gimmick hat Dell in die Tastatur noch einen zusätzlichen Akku eingebaut, der das Gerät praktischerweise gleich nach hinten etwas aufbockt. Mit vier bis sechs Stunden Akkulaufzeit bei Nutzung ist das Latitude allerdings in punkto Durchhaltevermögen eher im Mittelfeld anzusiedeln. Einen klassischen Arbeitstag hält es ohne Tankstopp wohl eher nicht durch. Dafür entschädigt es dank seines Core-i-Prozessors durch satte Leistung, die selbst Spiele flüssig laufen lässt. Solcherlei Anstrengungen ließen das Gerät im Test allerdings auch spürbar warm werden, manchmal regelrecht glühen. Das ist der Preis für die Passivkühlung, die einem gleichzeitig aber selbst unter Last jeden Lüfterlärm erspart.

So wie die Sache mit dem Akku gibt es hier und da noch weitere Finessen, die zeigen, dass Dell im Convertible-Geschäft schon lange dabei ist und weiß, was die Nutzer benötigen. Ein weiteres Beispiel ist die magnetische Haltevorrichtung für den Stylus an der Seite. Wo Dell auch bemerkt hat, worauf es ankommt, ist bei der Tastatur: Ihr kraftvoller, gut austarierter Anschlag erfreut natürlich den Vielschreiber, letztlich aber wohl auch den Geschäftskunden, der viel damit arbeiten muss.

Bei der Auswahl der Materialien für das Gehäuse ist Dell eher zweckmäßig unterwegs. Zwar gibt der Kunststoff in punkto Druckverhalten keinen Grund zur Beanstandung. Allerdings ist es nicht vermessen, sich in dieser hohen Preisklasse zumindest bei der Tastatur etwas mehr als Kunststoff zu wünschen - vorausgesetzt natürlich, das Design ist einem überhaupt wichtig. Positiv ist der gummierte Rücken des Tablets, der verhindert, dass es einem leicht aus der Hand fällt.

Was im Pro-Bereich auch sehr wichtig und von Nutzern gefragt ist, sind die Anschlussmöglichkeiten. Hier kommt das Dell-Gerät mit zwei modernen USB-C-Anschlüssen (Thunderbolt 3) daher, über die auch das Netzteil angeschlossen wird. Ferner gibt es die Möglichkeit, eine SIM-Karte einzulegen, um damit mobile Datenverbindungen aufzubauen. Und Dell verkauft als Zubehör ein Dock, an das zwei Full-HD-Displays und weitere Peripheriegeräte angeschlossen werden können. Ein solider Allrounder.

Im Test: Dell Latitude 7285, Neupreis lt. Hersteller: 1667 Euro

 

 



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