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Buchstäblich ein tragbarer Lautsprecher: Der Libratone Zipp zaubert satten Bass und guten Sound in alle Zimmer und kann optisch dem Geschmack angepasst werden. Foto: Libratone
Buchstäblich ein tragbarer Lautsprecher: Der Libratone Zipp zaubert satten Bass und guten Sound in alle Zimmer und kann optisch dem Geschmack angepasst werden. Foto: Libratone

22.05.18

Libratone Zipp im Test: Eine runde Sache

Während der HomePod auf sich warten lässt, ist Libratone schon lange am Markt. Der Zipp-Lautsprecher im Test.

 

Von Malte Kirchner

Wilhelmshaven - Beim Libtratone Zipp ist der Name Programm. Zum einen hat der mobile Lautsprecher buchstäblich einen Reißverschluss. Über diesen kann der farbige Überzug ausgewechselt werden. Den Kunden freut's, weil er für kleines Geld (29 Euro) einen neuen Anblick hat.

Und den Hersteller freut's auch, weil er nach dem Gerät auch noch mit Zubehör etwas verdienen kann.

So einfach wie das „Zipp“ eines Reißverschlusses soll laut Werbeversprechen auch die Bedienung sein. Wir haben den 299 Euro teuren Lautsprecher mehrere Wochen lang im Alltag getestet.

Zunächst ein Blick auf die Fähigkeiten des 1,5 Kilogramm schweren und 26,1 cm hohen Lautsprechers: Er kann sowohl per WLAN Kontakt zum Internet aufnehmen, als auch per Bluetooth als Abspielgerät verwendet werden. Dabei unterstützt der „Zipp“ gängige Standards wie AirPlay von Apple oder „Spotify Connect“ des bekannten Streamingdienstes. Auf diese Weise sind die Auswahl in der Software und die Verwendung des Geräts tatsächlich spielend einfach. Dank Multiroom-Unterstützung können sogar bis zu sechs Lautsprecher für synchrone Wiedergabe gekoppelt werden, was je nach Anwendungsfall in größeren Räumen Sinn macht oder wenn der Nutzer während des Hörens öfter mal den Raum wechselt.

Die Einrichtung des Speakers ähnelt der eines Amazon Echo. Das Gerät wird per Taste in einen Einstellungsmodus versetzt, in dem es sich als WLAN-Router präsentiert. Der Nutzer kann dann sein Smartphone mit diesem Netzwerk verbinden und über die kostenlos verfügbare iOS- oder Android-App des Herstellers die Konfiguration vornehmen. Fortan kann dann über das normale Heim-WLAN per App Kontakt zum Libratone Zipp aufgenommen werden. Das Verfahren ist tatsächlich so einfach und gut beschrieben, dass es eine Sache weniger Minuten ist.

Auch die Steuerung während der Verwendung stellt den Nutzer vor keine Rätsel. In unserem Test mit einem iPhone agiert der Speaker so wie der eingebaute im Smartphone: Das heißt alle Wiedergabekontrollen und die gewohnte Lautstärkeregelung sind die vom Smartphone bekannten. Über die App lassen sich zusätzlich Internetradiofavoriten auf eine Taste auf der Oberseite des Lautsprechers legen. Die dortigen Knöpfe können auch als Alternative zum Smartphone für die Lautstärkesteuerung und einige andere Funktionen genutzt werden. Was an der App lediglich nicht gefällt, ist das langsame Laden der Listen der Internetradiostationen. Aber der Nutzer hat dazu glücklicherweise Alternativen. Er kann die Stationen auch über andere Apps oder direkt über deren Websites aufrufen.

Eine weitere Stärke des Lautsprechers ist seine Portabilität. Diese erstreckt sich nicht nur auf den Verzicht auf Strippen zwischen Abspielgerät und Speaker, sondern es ist auch möglich, den Lautsprecher im Akku-Modus für mehrere Stunden zu nutzen. Dadurch muss sich keine Steckdose in der Nähe befinden, was den Aktionsradius deutlich erhöht. Zusätzlich zu den Funkverfahren kann auch per 3,5 Millimeter Klinkenstecker oder per USB ein Audiogerät verbunden werden.

Im Inneren des Lautsprechers stecken ein 3? Neodynium Tieftöner,, ein 1? SoftDome Neodynium Hochtöner und zwei 3.5? Niedrigfrequenzradiatoren. Im Ergebnis verspricht der Hersteller einen 360-Grad-Sound. Tatsächlich besticht der Zipp durch einen satten Bass und gleichzeitig ein klares, ordentliches Klangbild, das mit dem einer HiFi-Anlage der Mittelklasse zu vergleichen ist.

Mühselig und nicht optimal gelöst ist aus unserer Sicht kurioserweise vor allem das Aushängeschild des Gerätes: Das Wechseln des Covers. Der Überzug saß im Test so stramm, dass es schon einige Mühe erforderte, ihn erstmal zu lösen und vom Gerät zu entnehmen. Ganz zu schweigen von der umgekehrten Vorgehensweise, wenn es darum geht, den neuen Überzug anzubringen. Allerdings: Das Ergebnis kann sich wiederum sehen lassen.

Insgesamt ist der Libratone Zipp nicht nur äußerlich eine runde Sache. Das Gerät kann, was versprochen wird - und das gut. Allerdings schauen gerade Apple-Nutzer bei dem doch recht hohen Preis genauer hin, ob sie nicht den schon vor längerem angekündigten Deutschland-Start des HomePods von Apple abwarten. Der kann nämlich auch noch Sprachsteuerung über Siri und hat die Tester in den USA akustisch regelrecht begeistert. Wer frei von dem so genannten „Eco-System“ Apples sein will oder ein Android-Smartphone nutzt, kann bedenkenlos zugreifen.

 

Im Test: Libratone Zipp, 299 Euro, weitere Informationen im Netz unter www.libratone.com

 

 



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