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Winzig, aber dennoch gefährlich: Die Neuentdeckung Gambierdiscus lapillus. Ein Dinoflagellat, der Fischvergiftungen auslösen kann .  Foto:    Senckenberg
Winzig, aber dennoch gefährlich: Die Neuentdeckung Gambierdiscus lapillus. Ein Dinoflagellat, der Fischvergiftungen auslösen kann. Foto: Senckenberg

14.02.18

Senckenberger entdecken 291 neue Arten

Für Biologen ist die Erde immer noch ein weithin unerforschtes Terrain. Senckenberg-Forscher dokumentierten in ihrem Jubiläumsjahr viele neue Arten.

 

Wilhelmshaven/Frankfurt/si/ - Im 200. Jahr der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung haben Wissenschaftler der elf Standorte 291 neue Arten beschrieben. Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven trug rund 70 Arten dazu bei.

Die Taxonomie (Artbestimmung) und die nahezu 40 Millionen Objekte der wissenschaftlichen Sammlungen bilden die Grundlage für die Senckenberg-Geobiodiversitätsforschung.

Auch 200 Jahre nach der Gründung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung entdecken Wissenschaftler neue Arten auf der ganzen Welt.

Tiere, Pflanzen und andere Organismen werden mit verschiedenen Methoden untersucht und - wenn sich herausstellt, dass sie zuvor noch nicht dokumentiert wurden - neu beschrieben. Im zurückliegenden Jubiläumsjahr konnten so mit traditionellen, morphologischen (nach der äußeren Erscheinung) und molekularen Methoden 291 Arten von Senckenbergern neu beschrieben werden. „200 wären passender gewesen“, scherzt Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, und fährt fort: „Aber Spaß beiseite: Es ist immer wieder beeindruckend, wie wenig wir doch unsere Erde kennen und wie viel es noch zu entdecken gibt!“

Dabei stammen nicht alle Neuentdeckungen von Forschungsreisen oder Exkursionen; auch in vermeintlich bekannten Sammlungsschränken gibt es immer wieder Überraschungen - sei es wegen der Revisionen ganzer Gattungen oder dem Einsatz von neuen Analysemethoden.

250 der 2017 neu beschriebenen Arten sind rezent (ihre Art existiert heute noch), 41 bereits ausgestorben und nur als Fossil überliefert. Insgesamt leben oder lebten 206 der Tiere und Pflanzen an Land, 14 im Süßwasser und 71 in den Weltmeeren. Das Gros der neuen Arten (78) stammt aus Europa, darauf folgen Asien (57) sowie Süd- und Nordamerika (42).

 

 

Lesen Sie den ganzen Artikel in der "WZ"

Digitale Ausgabe vom 14.02.2018
1,70 €
Preis inkl. MwSt.
Seitenzahl: 36
PDF Größe: 0,0 MB


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